Fischereiverein-Lauingen e. V.

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Die Fischereirechte der Stadt Lauingen

Lauingen an der Donau war schon seit frühester Besiedelung nicht nur ein Knotenpunkt von Straßen und Schiffsverkehr, sondern auch ein bedeutender Mittelpunkt für Handel und Handwerk. Wie zahlreich das Handwerk vertreten war, zeigen die 13 Kohlkerzenzünfte, die im Mittelalter genannt werden. Die Fischer, sie waren zugleich Schiffmeister, gehörten zur Zunft der "Großen Kerze". Ihre Anzahl betrug im 18. Jahrhundert sieben.
Die Bedeutung der Stadt und der Fischerei sieht man aber auch an den vielen Kupfer- und Stahlstichen, die vom 16. bis 19. Jahrhundert entstanden sind. Fast immer ist auch die Fischerei abgebildet. Als eine der wenigen Städte an der Donau besitzt Lauingen eigene Fischereirechte in diesem Fluß.
Die Fischereigerechtigkeit auf der Donau im Gebiet der Stadt Lauingen kam im Jahre 1269 mit dem staufischen Erbe an Bayern. Die Fischwassergrenzen sind ab dem "Schuelerwiesle" unterhalb Faimingen bis hinab zum Kirchlein Oberdillingen einschließlich aller Altwasser gemäß einem Lehenbrief vom S.Dezember 1588 genannt. Im Jahre 1451 übten vier Lehenfischer die Fischerei aus. 22 Lehenbriefe von 1481 bis 1799 waren bei den Urkunden der Stadt. Im Jahre 1588 gelang es dem Lauinger Magistrat, drei dieser Fischlehen in seine Hand zu bringen; im Jahre 1706 befand sich auch das letzte Lehenviertel im Besitz der Stadt Lauingen. Seit dieser Zeit ist also die Stadt Lauingen der Inhaber der Fischereirechte in der Donau und den Altwassern auf Lauinger Flur.


Im einzelnen waren dies die Donau vom Fischstein bei der heutigen Brenzmündung (Vor der Korrektion floß die Donau direkt an Faimingen vorbei, wurde dann von Faimingen wegverlegt nach Süden, die Brenzmündung wurde im alten Donaubett bis zum heutigen Zusammenfluß weitergeführt.) bis^um späteren Fluß-km 48 B (=48,4, Strecke von km 47,837 bis 48,4 ist heute strittig), der Rosenmühlbach (ab dem heutigen Betonsockel), der Weihengaybach, der Helmering, die Altwasser links der Donau:
- Altwasser bei der Brenzmündung
- Galgenbergaltwasser (beim "llg)
- Altwasser am Schuelerwiesle (heute eingefüllt)
- Fellergumpen
- Nasenarm
- Oberer Schwal
- Unterer Schwal (teilweise)

Rechts der Donau:
- Altwasser an der Anschütte (Weichselallee, heute zugeschüttet und überbaut Röger)
- Altwasser Schlittschuhweiher (heute aufgefüllt und bewaldet)
- Altwasser Stetterloch
- Oberes Kesselseil
- Unteres Kesselseil
- Kuttelfleck
- Biblis und Biblisauslauf

In den letzten Jahren sind durch den Donauausbau die Entwässerungsgräben und durch Eingemeindung ein Teil der Zwerch dazugekommen. Aufgrund der durch Eingemeindung ein Teil der Zwerch dazugekommen. Aufgrund der Kiesgewinnung südlich der Donau entstanden der Auwaldsee und die Städtische Kiesgrube als neue Fischwasser.
Die Fischerei wurde im Mittelalter auf Lehenbasis vergeben. Vier bis sieben Fischerfamilien konnten aufgrund des Fischreichtums von der Fischerei leben. 47 Fischarten waren damals in der Donau zuhause. Gundelfinger Fronfischerwaren nach einem Lauinger Vertrag vom Jahre 1510 im Besitz von Fischereigerechtigkeiten auf der Donau oberhalb Lauingen. Es bestand auch eine Fischmarktordnung des Lauinger Rates vom Jahre 1510. Die Fischpreise waren genau festgelegt und nur überzählige Fische durften nach außerhalb der Stadt verkauft werden. Um die Jahrhundertwende hatte dann Kaspar Zill, später Karl Märkl und als letzter Berufsfischer Michael Althammer die Donau in Pacht.
Im 19. Jahrhundert begann die Fischerei sich zu organisieren, um gegen die Flußregulierungen, Gewässerverschmutzung und Ausbeutung der Fischgewässer zu kämpfen. 1855 wurde der Landesfischereiverein Bayern, 1880 der Kreisfischereiverein für Schwaben und Neuburg gegründet.
Ab 1881 bestand eine Sektion Dillingen des Kreisfischereivereins. 1887 wurde der Bezirksfischereiverein Dillingen gegründet, in dem vor allem die Angelfischer des damaligen Bezirks organisiert waren. In den Wirren des 1. Weltkrieges löste sich dieser Verein wieder auf.
1902 wurde die Fischereigenossenschaft des Amtsbezirks Lauingen von Lauinger und Gundelfinger Fischern gegründet. 1913 wurde die Fischereigenossenschaft Schwäbische Donau in Dillingen gegründet. Bereits 1925 wird berichtet, daß eine größere Anzahl von Angelfischern an der Genossenschaftsversammlung teilgenommen hat. Nur durch den 2. Weltkrieg unterbrochen nahm die Zahl der Angler ständig zu.


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